Was ist eine Füllung und wann brauche ich sie?

Wenn die Zahnsubstanz einen Defekt aufweist, wie z.B. ein „Loch“, das durch eine Karies hervorgerufen wurde, ist im Allgemeinen eine Zahnfüllung von Nöten. Durch geeignete Füllungstechniken und Füllungsmaterialien kann der beschädigte Zahn wieder repariert werden, anders formuliert, das „Loch“ wird gefüllt.

Eine Schädigung der Zahnsubstanz kann unterschiedliche Ursachen haben: Karies (Zahnfäule) ist eine Erkrankung der Zahngewebe, die durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren, wie Bakterien, Zucker, Plaque (weicher Zahnbelag), abhängig von der Qualität der Zähne bzw. der Speichelzusammensetzung, entsteht. Je nach Einwirkdauer der einzelnen Elemente werden unsere Zähne unterschiedlich stark geschwächt. Die Zahnhartsubstanz erweicht in Folge der Zahnfäule, was kleine „Löcher“ bis hin zu „ruinenartigen“ Defekten hervorrufen kann. Je eher die Karies festgestellt wird, desto substanzschonender kann der Zahnarzt vorgehen, um das erkrankte Gewebe zu entfernen. Ist die Karies beseitigt, muss der Defekt versorgt bzw. gefüllt werden. Unfälle können ebenfalls Zahnhartsubstanzdefekte hervorrufen, wobei je nach Größe und Lage der Zahnschädigung eine Füllungstherapie notwendig werden kann, z.B. Frontzahntraumata. Weitere nicht-kariös bedingte Defekte findet man häufig an den Zahnhälsen. Unter anderem durch Zähneknirschen oder eine falsche Putztechnik kann es zu Schmelzaussprengungen in diesem sensiblen Bereich bzw. zum Rückzug des Zahnfleisches, mit meist sehr kälteempfindlichen Zahnhälsen, kommen.

Auf den Erhalt Ihrer Zähne setzen wir in unserer Zahnarztpraxis in Montabaur oberste Priorität und unterstützen Sie dabei, indem wir gemeinsam mit Ihnen die optimale Versorgung für Ihre Zähne finden. In Hinblick auf die Ursache und Größe des Zahndefektes unterscheiden wir in unserer Praxis vier verschiedene Arten der Füllungstherapie:

  • Mehrschichtige Komposit-Füllungen
  • Inlays
  • Prophylaxe-Füllungen
  • Ästhetische Frontzahnfüllungen

1. Mehrschichtige, hochwertige Komposit-Füllungen

Heutzutage lassen sich kleine bis mittelgroße Zahndefekte mit zahnfarbenen Füllungsmaterialien aus Kunststoff, den sogenannten Kompositen bestehend aus Quarz-, Glas- und Keramikpartikeln, in einem speziellen Klebeverfahren reparieren, so dass die natürliche Form, Farbe und Funktionalität des Zahnes wieder hergestellt ist. In der modernen Kariestherapie steht die besonders substanzschonende Arbeitsweise im Vordergrund. Komposite werden mit Hilfe der Dentin-Adhäsivtechnik an die gesunde Zahnsubstanz „geklebt“. Dabei wird nur das kariös erkrankte Gewebe entfernt. Im Vergleich dazu, musste der Zahnarzt bei den „alten grauen“ Amalgamfüllungen zusätzliche gesunde Zahnhartsubstanz präparieren, um das nicht-klebende Gemisch aus Metallen durch Verkeilung zum Halt zu bringen. Komposite weisen eine hohe Stabilität und Verträglichkeit auf. Durch das Anpolymerisieren (Verkleben) mehrerer Schichten Kunststoff an den Zahn, lässt sich die natürliche Zahnform präzise nach modellieren. Mittels einer individuellen Farbanpassung, können Ihre ästhetischen Ansprüche erfüllt werden.

2. Inlays

Bei einem Inlay (Einlagefüllung) handelt es sich um eine indirekte Füllungsart, welche in einem zweizeitigen Verfahren im zahntechnischen Labor hergestellt wird. Inlays stellen bei größeren Defekten im Seitenzahnbereich die ideale Therapieform dar. Sie werden wie Komposite adhäsiv, also klebend, an den Zahn befestigt. Aufgrund der höheren Stabilität und Funktionalität sind laborgefertigte Inlays im kaukrafttragenden Bereich den direkten Kompositfüllungen vorzuziehen.

3. Prophylaxe-Füllungen

Ist einmal nicht die Karies das Problem, kann dennoch eine Füllung notwendig sein. Viele kennen es, diese unschönen langen Zahnhälse, die dann auch noch bei jedem kleinsten Luftzug empfindlich auf die Kälte reagieren. Warum kommt es dazu und was können Sie dagegen tun bzw. wie können wir Ihnen helfen? Wir unterscheiden zwischen freiliegenden Zahnhälsen ohne Substanzverlust und solchen mit keilförmigen Defekten, bei denen die schützenden Zahnschichten die den Nerv ummanteln immer dünner werden. Der wärmende „Mantel“ aus Zahnfleisch und Zahnbein verliert seine isolierende Funktion und lässt Sie die Kälte spüren. Das Zahnfleisch kann sich durch zu kräftiges Zähneputzen in horizontaler Richtung zurückziehen. Solche Rezessionen entstehen ebenfalls als Folge der Parodontitiserkrankung, wobei es zur Zerstörung des Zahnhalteapparates kommt. Ist das Zahnfleisch im Bereich des Zahnhalses einmal rückläufig, entstehen auch bei moderatem Zahnputzdruck schnell kleinste rillenförmige Defekte, die sich in einem „multifaktoriell bedingten Geschehen“ bis hin zu unaufhaltsamen Vertiefungen am Zahnhals ausdehnen. Dabei spielt vor allem die mechanische Abrasion durch beispielsweise scharfkantige Zahnbürsten eine entscheidende Rolle. Aber auch das Einwirken von säurehaltigen Lebensmitteln beschleunigt den Prozess. Neben einer individuellen Ursachenforschung und Beratung bzgl. eventueller Korrekturmaßnahmen Ihrer Zahnputztechnik bzw. Einleitung entsprechender Therapieschritte, sollten Ihre freiliegenden Zahnhälse nicht dauerhaft äußeren Reizen ausgesetzt sein. Darum empfehlen wir, wenn notwendig, Ihre Zanhhälse mit einem schützenden Füllungskomposit auffüllen und „ummanteln“ zu lassen. Da bei dieser Art der Zahnhalsfüllung keine Karies die Grundlage darstellt, sprechen wir von Prophylaxefüllungen, die vorbeugende Funktion erfüllen und unangenehme Kälteempfindlichkeiten und den Abtrag weiterer Zahnhartsubstanz stoppt.

4. Ästhetische Frontzahnfüllungen

Ein strahlendes, selbstbewusstes Lächeln ist viel wert. Doch wie ärgerlich ist es, wenn Ihr Kind auf dem Schulhof geschubst wird und von den schönen neuen bleibenden Zähnen eine Ecke abbricht. Sowohl unfallbedingte Defekte, als auch kleinere Zahnfehlstellungen, lassen sich durch ästhetische Korrekturmaßnahmen mittels unserer hochwertigen Füllungskomposite form- und farbgetreu modellieren, so dass Ihrem schönsten Lächeln nichts mehr im Wege steht.